Guido Westerwelle live und sonstige Politik (mit Ausblick)
Heute auf dem Alten Markt in Dortmund. Toll. Und witzig. Wirklich.
Aber das allerwichtigste: Geht zu Wahl! Ich kann es nur wiedergeben, die zwei wichtigsten Argumente: Wer nicht wählt, wählt extreme Linke oder Rechte – beides kaum ein Unterschied, wie wir bei den Steinewerfern am Samstag gesehen haben. Aber da keine extreme Partei in den Bundestag einzieht, bleibt nur: Der Platz im Bundestag bleibt nicht unbesetzt, also wählt doch wenigstens das für euch kleinere Übel. Das ist das mindeste, das jeder diesem Land schuldig ist.
Über die FDP muss ich hier nicht mehr schreiben, das klänge eh viel zu aufgesetzt.
Nehmen wir mal die aktuelle Situation von Dortmund: 100Mio. Haushaltsloch, entstanden unter einer roten Regierung. Herzlichen Glückwunsch. Und was sagt der neue rote Bürgermeister, nachdem die Kämmerin entlassen wurde: “Wenn ich mir jetzt einen Spießrutenlauf durch Dortmund ersparen wollte, könnte ich ja gehen. Aber sehr viele Menschen haben mich aufgefordert, durchzuhalten und für die Stadt zu arbeiten. Und das werde ich auch machen.” Hallo? Lasst es mich mit einem kleinen Ruhr-Pott-Slang sagen: Verpiss dich! Niemand will das. Niemand will diese Lügenbande, einen Tag nach der Wahl ein 100mio Haushaltsloch.
Erinnert sich noch jemand an Ypsilanti? Wahlversprechen kein Bündnis mit der Linken? Liebe Genossen: Denkt daran. Und jetzt sage ich es doch mit den Worten von Westerwelle: “In jedem von der SPD steckt ein bisschen Ypsilanti!”
Ich wünsche es der SPD wirklich. Wirklich, nicht weil ich sie nicht an der Macht sehen möchte. Ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen: Ich wünsche Euch die Opposition. Das ist das einzige, was diese Partei wieder aus ihrer Misere ziehen kann. Nicht wie ein Münchhausen, sondern durch wirkliche Taten. Durch Arbeit. Das lohnt sich auch für Euch. Es ist das einzige, was diese Partei in der Hand hat, dass sich die FDP nicht zu einer dritten Säule in dem ehemals etablierten “konservativen – sozialen”-Gefüge als liberale Komponente gesellt. Ein drei-Parteien-System, weil von zwei Parteien eine als wenigstens halbwegs starke Kraft stehen geblieben ist.
Das Schlimmste, was überhaupt passieren kann, und was der SPD letzendlich das Genick brechen würde, ein späterer Absturz unter 20%, jetzt eine erneute grosse Koalition. Nicht falsch verstehen: die letzte grosse Koalition war gut für das Land. Aber es ist eine Ehe auf Zeit. Und die Verlängerung würde höchstens 2 Jahre dauern. Danach, oh gott, ich will es gar nicht ausmalen, aber ich verwette gegen jeden ne Kiste Bier, dass es danach entweder zu einer Ampel kommt, woran das Beste und Schlimmste ist, dass es mit den Grünen und der FDP zusammen ist; Schlimm, weil die FDP Wahlversprechen brechen würde und das Beste an der Situation, weil Grüne und FDP wenigstens Schadensbegrenzung betreiben würden, nein das Allerschlimmste ist Rot-Rot-Grün – und das ist nicht mehr auszuschließen. Sozis an der Macht. Planwirtschaft. Guckt euch Ulla Schmidts Gesundheitspolitik an.
Es ist ja nicht mal so, dass die Linke so ganz schlimm ist. Ich sag mal folgendes: Geht die SPD in die Opposition hat sie die Chance den rechten Flügel der Linken, also die ursprüngliche SPD, zu assimilieren, zurück in die Partei. Die wandern wieder rüber zur SPD. Schnallt das eigentlich jemand? Das ist ne Splitterpartei, gegründet von einem Feigling. Lafontaine hätte sogar Bundeskanzler werden können. Feigling.
Leute, CDU und CSU – das muss man nicht mögen und Schwarz-Gelb ist für nicht jeden das tollste Wahlergebnis. Aber auf lange Sicht ist es das Beste, dass diesem Land, unserem Deutschland, passieren kann, damit hier wieder sowas wie Normalität einkehrt in 8-10 Jahren.
Geht wählen!
THUMBS UP !