Ulla Schmidt
Ich verstehe die Aufregung um ihren geklauten Dienstwagen überhaupt nicht. Wer ihr Maßlosigkeit und Realitätsentfremdung unterstellt, der sollte sich vielleicht einmal fragen, warum jemand es schafft, 11 Jahre im Bundestag zu verweilen. Bestimmt, weil die alle den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben, als Geld in Aufsichtsräten zu verdienen.
Zum einen ist es gesetzlich legitimiert, dass sie diesen Wagen mitnehmen darf; sie zahlt die Reisekosten ja sogar selbst! Wie das jetzt genau mit dem Fahrer ist, kann ja mal jemand recherchieren, das dann aber bitte bevor darauf losgehackt wird.
Ich verstehe ja die Politikverdrossenheit. Aber bitte gegen die Allgemeinheit oder auf mit Fakten untermauerte Einzelpersonen.
Zum anderen hat sie berufliche Termine. Ob die nun vorgeschoben sind oder nicht, das ist doch vermutlich wie mit dem Fahrer: keine ausreichende Recherche.
Wir verlangen alle, dass man uns ersteinmal Glauben schenkt, das unsere Daten sicher sind. Sie haben nichts zu verstecken? Dann können wir ja auch hineingucken. Hier ist es genau das Gleiche: bis jemand widerlegt, dass Frau Schmidt wichtige Termine hatte, was ihr – das möchte ich noch einmal betonen – nicht das Recht abspricht, den Wagen auf eigene Kosten zu nutzen, bleibt es bei einer bl0ßen Unterstellung.
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